Schwarzweiß Fotografie

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Schwarzweiß Fotografie

Das Titelbild dieses Blog`s zeigt meine erste (richtige) Kamera, die gute alte Agfa Ambi Silette, übrigends die Original-Kamera die ich als 12-jähriger in der Hand hatte. Alles manuell… da lernte ich dem Umgang mit Blende und Belichtungszeit und wie ein Hand-Belichtungsmesser funktioniert. Die Bilder wurden dann im Schwarz-Weiß Labor meines Vaters eigenhändig entwickelt . . . 🙂

Warum ich so gerne Fotos in Schwarz-Weiß mache

Es bedeutet mir viel, durch ein Foto tiefe Emotionen ausdrücken zu können. Der Faszination des Augenblickes Tiefe zu verleihen.
Durch Bildkomposition und das richtige Licht den entscheidenden Unterschied hineinzubringen in ein Foto.
Die Kunst in der Fotografie liegt darin, viele Bestandteile zu einem berührenden Ganzen zu verbinden. Alles fließt zu einer Komposition zusammen – die Reduktion auf das Wesentliche und der richtige Moment lässt dann genau DAS Foto entstehen. Bei der Reduktion auf das Wesentliche kann Schwarz-Weiß Fotografie sehr unterstützend sein.
Egal wie ich ein Farbfoto entwickle, es wird immer Betrachter(innen) geben die sich an den Farben stören, zu wenig oder zu viel Sättigung, die Hautfarbe ist zu blass oder die Farbe des Hemdes trifft nicht den Geschmack.

“Möchtest du zeigen was die Menschen an hatten, dann zeige das Bild in Farbe. Möchtest du zeigen, was sie in diesem Moment gefühlt haben, so zeige es in Schwarz/Weiß.”

Diese Aussage ist mir kürzlich über den Weg gelaufen und drück im Grunde ziemlich gut aus was mich an der Schwarz/Weiß Fotografie so fasziniert.
Egal ob Mensch, Landschaft oder Tier, immer wieder erlebe ich, dass mich Bilder in Farbe innerlich weniger berühren als das gleiche Bild in Schwarz/Weiß.
Es ist ein Empfinden, ein Gefühl und für mich nicht so ganz in Worten zu beschreiben warum das so ist.
Peter Lindbergh, einer der wohl berühmtesten Fotografen unserer Zeit sagte einmal in einer Reportage über seine Arbeit, das die Farbe beim Betrachten mancher Bilder dazu beitragen kann, dass das Foto auf der rein visuellen Ebene des Menschen hängen bleibt und oft nicht weiter in den Menschen vordringen kann. Vielleicht ist es genau das was ich bei so zahlreichen Fotos immer wieder gespürt habe, die Essenz eines Bildes kommt oft viel offensiver zum Vorschein. Auch habe ich als Fotograf oft viel mehr gestalterische Möglichkeiten bei der Entwicklung der Bilder am PC, gerade wenn es darum geht bestimmte Teile eines Bildes zu “unterstreichen” ab und zu auch zu überzeichnen um bestimmte Licht-Stimmungen hervorzuheben.
Gerade bei Portraits finde ich es ganz schön das Haut- Augen- oder Haar-Farbe nicht vom dem Wesentlichen ablenken was die Augen oder der ganze Gesichtsausdruck in diesem einen Augenblick ausdrücken…

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